Was unterscheidet ein Kellerpils von einem herkömmlichen Pils? Sehr einfach: Es wird nicht filtriert. Was unterscheidet UNSER Kellerpils von einem herkömmlichen Pils: der Geschmack – vollmundig mit fruchtig-frischem Hopfenaroma.
Das Kellerpils ist Braumeisters Liebling, und »Goldkehlchen« im speziellen ist eine Hommage an ein Kellerpils aus der Nachbarschaft. Wer kommt drauf um wen es sich handeln könnte?
Und dann der kleine gefiederte Nimmersatt auf dem Etikett, der den Kragen nicht vollkriegt. So wird es Dir nach dem ersten Schluck »Goldkehlchen« ergehen: DU WILLST MEHR!
Also: Gehe direkt auf den Fürther Markt und genieße die letzten Flaschen des flüssigen Goldes bei Mariola im »Saftladen«.
… wie der Lateiner sagt. Oder wie man in Färdd sagt: Des bissla wos ich ess, kann ich a trink’n.
Die Geschichte mit den Mönchen, die gerne mal ihren Herrgott bescheißen hat sich ja sattsam herumgesprochen. Die Kurzfassung: Um die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern – in welcher Christen fasten sollen – besser zu überstehen, haben die Mönchlein ihr Bier ein klitzekleines bisschen stärker eingebraut. Dass Starkbier allerdings »satt« machen soll, halte ich für eine Legende*. Es macht schneller betrunken – und mit leicht einem im »Tee« lässt sich bekanntlich alles leichter ertragen.
Unser »Tee« schafft mit 6,8% Vol.Alk. eine schöne Grundlage die Fastenzeit gut gelaunt zu überstehen, und er haut nicht so heftig ins Kontor wie die in Bayern üblichen »…atoren«. Diese fangen bei einem Stammwürzegehalt von mindestens 18° Plato an. Mit seinen 16.2° Plato ist unser fränkischer heller Bock ein geiler Typ – und schon hat er seinen Namen weg, der GEILE BOCK!
*Nach dem Genuss von drei Halben – im übrigen ausgezeichneten – Fastenbock der Brauerei Sternla waren ein Schäuferla, zwei Knacker, eine Kümmelstange und zwaa Apfelkräpfla nötig, um den entstandenen Bierhunger zu stillen. Von wegen »Starkbier macht satt«. Pfff.
Der in Deutschland scherzhaft genannte „Weißwurstäquator“ liegt auf dem 49. Breitengrad und trennt die Mir-san-mir-Bayern vom Rest des Landes. Das haben die Bayern selber erfunden und mir Franggn haben da eigentlich nichts dagegen.
Wir befinden uns ganz gerne ober- und innerhalb des 49.Breitengrades. Und segelte man entlang dieser geografischen Breite, würde man in den nördlichen Neu-England-Staaten an der Grenze zu Kanada anlanden.
Dort hat ein Bier seinen Ursprung, welches auf Grund seiner optischen Erscheinung der fränkischen Bierseele zwar nicht ganz fremd – liebt der Kellergänger doch sein ungefiltert Naturtrübes – aber doch gewöhnungbedürftig ist.
Hat ein Westcoast IPA den Glanz und die Farbe eines Sonnenuntergangs über dem Sunset Strip, gleicht das New-England-IPA einem nebeligen Morgen am Mount Washington.
Das NEIPA aus der KBB ist ungefiltert und trüb – damit war’s das schon mit den Gemeinsamkeiten zum klassischen fränkischen Kellerbier*. Stiltypisch zeichnet sich das obergärige Ale durch eine starke Fruchtigkeit und eine weiche Textur aus. Im Gegensatz zu unseren anderen IPAs ist die Bittere hier dezent und hat ein cremig-samtiges Mundgefühl, welches durch die Beigabe von Haferflocken entsteht. Es wäre natürlich kein Ale aus der KBB, wenn es nicht verschwenderisch mit Aromahopfen um sich schmeissen würde: Tropische Früchte, Orange, Grapefruit satt!
*Ein Schelm, wer dran denkt so ein Aroma in ein untergäriges, unfiltriertes Kellerbier zu packen…